ATSV hat im Torspektakel das bessere Ende   

Gegen eine aufopferungsvoll kämpfende Beckdorfer Mannschaft tut sich der ATSV Habenhausen in der ersten Halbzeit schwer, beißt sich in der zweiten Halbzeit zurück ins Spiel und fährt einen knappen Auswärtssieg ein.

„Mir war schon vor dem Spiel klar, dass das ein ganz hartes Stück Arbeit werden würde.“, zeigte sich ATSV-Trainer Matthias Ruckh im Vorfeld der Partie des 20. Spieltags angetan von den jüngsten Auftritten des Tabellenfünften SV Beckdorf. Nach der Partie stand fest: Ruckh sollte mit seiner Vorahnung richtig liegen. Dass das harte Stück Arbeit letztlich zugunsten der Gäste aus Habenhausen ausgehen sollte, hatte insbesondere mit einer starken Anfangsphase in der zweiten Halbzeit zu tun. So lief die Partie am Samstagabend.

Wie auch schon in den Spielen zuvor startete der Spitzenreiter schleppend in die Begegnung. Die Beckdorfer Gastgeber konnten sich früh eine Drei-Tore-Führung erspielen (3:0, 5. Minute), profitierten jedoch schon zu diesem frühen Zeitpunkt von der Habenhauser Abschlussschwäche. Jan Ole Harting erzielte kurze Zeit später den ersten Habenhauser Treffer. Angeführt vom zu diesem Zeitpunkt stark aufgelegten Antonio Berdar zwischen den Pfosten fand der ATSV in der Folge besser ins Spiel und konnte beim 5:5 des neunfachen Torschützen Mo Sibahi erstmalig ausgleichen (13. Minute). Dass das Spiel nicht komplett zugunsten Habenhausens kippte, verhinderte neben Beckdorfs Schlussmann Markus Clever abermals die Blau-Weiße Abschlussschwäche. „Im Angriff spielen wir eigentlich gar nicht schlecht, verpassen es jedoch unsere Torchancen zu nutzen.“, war für Matthias Ruckh das Manko schnell ausgemacht.

Der SVB zog in den letzten Minuten des ersten Durchgangs erneut leicht davon und kam insbesondere durch Rückraumspieler Jonas Gerkens (9 Tore) und über das Kreisläuferspiel immer wieder zu Toren. Beim Spielstand von 15:17 aus ATSV-Sicht wurden die Seiten gewechselt. „Mit der Defensivleistung bin ich während der ersten Halbzeit nicht zu 100% einverstanden gewesen.“, zeigte sich Matthias Ruckh beim Gang in die Kabine nicht sonderlich erleichtert ob der Leistung seiner Schützlinge, schob jedoch anerkennend hinterher: „Beckdorf hat es im Angriff aber teilweise auch wirklich gut gemacht.“. Während der Pausenbesprechung schien er die richtigen Worte gefunden zu haben. Der ATSV startete defensiv sattelfester und offensiv zielsicherer in die zweite Halbzeit. Ein 8:2-Lauf der Bremer Gäste veranlasste Beckdorfs Trainer Robert Frahm bereits früh zu seiner zweiten Auszeit (37. Minute), die ihre unmittelbare Wirkung allerdings verfehlen sollte. Zu diesem Zeitpunkt hatte Habenhausen den Zwei-Tore-Pausenrückstand in eine Vier-Tore-Führung verwandelt (23:19).

Als Lukas Feller knappe zehn Minuten vor dem Schlusspfiff auf 33:27 erhöhte, deutete alles auf den ATSV als sicheren Sieger hin. Angeführt vom lautstarken Publikum rafften sich Beckdorf noch einmal auf und verkürzte dank eines eigenen Vier-Tore-Laufs auf 33:31. Dass die Gastgeber nicht noch weiter verkürzen konnten, war erneut Keeper Berdar zu verdanken, der seiner Mannschaft mit wichtigen Paraden in den letzten Minuten den Rücken freihielt. Beim Spielstand von 38:35 ertönte der Schlusspfiff. „Ich bin stolz auf die Jungs, dass sie sich für ihren starken Zwischenspurt belohnen konnten.“, freute sich Trainer Ruckh nach der Partie, hob in Anbetracht des kommenden Gegners aber warnend den Zeigefinger: „Gegen den TvdH Oldenburg müssen wir von Beginn an hellwach sein und dürfen uns keine Schwächephase erlauben.“.

Am Samstag, den 23.03, um 16:00 Uhr trifft der ATSV Habenhausen im Rahmen des „Oldenburger Tag des Handballs“ in der kleinen EWE-Arena auf den Tabellendritten aus der Huntestadt. Im Kontext der Besonderheit des Spiels setzt der ATSV einen Fanbus ein. Informationen dazu gibt es bei Malte Rodiek per Mail unter rodiek@handball-bremen.de.

Foto: Robin Wolter
Foto Robin Wolter
Foto: Nils Conrad
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