Die Heimserie soll ausgebaut werden

 Nach zuletzt zwei Siegen in Folge möchte der ATSV Habenhausen seinen positiven Trend in der Solarservice Norddeutschland Regionalliga fortsetzen. Am Sonntag, den 1. November 2026, empfängt die Mannschaft von Trainer Thommes Krüger um 17:00 Uhr den VfL Hameln in der Hinni-Schwenker-Halle. Gegen den Tabellenzwölften aus der Rattenfängerstadt soll der vierte Sieg im vierten Heimspiel gelingen.

Die Gäste blicken bislang auf einen schwierigen Saisonstart zurück. Neben fünf deutlichen Niederlagen in Heim- und Auswärtsspielen musste der VfL auch eine knappe Heimniederlage gegen den TuS GW Himmelsthür hinnehmen. Einzig beim klaren Auswärtserfolg gegen die HSG Rhumetal gelang es den Hamelnern, ihr Potenzial über die gesamte Spielzeit auf die Platte zu bringen. Zuletzt musste sich der VfL dem Tabellenführer MTV Vorsfelde vor heimischem Publikum mit 21:36 geschlagen geben. Bereits zur Halbzeit hatte Hameln mit 10:22 zurückgelegen.

Aus einem ausgeglichenen Kader stechen mit dem rechten Rückraumspieler Louis Fuhlrott und seinem Pendant auf der linken Seite, Janne Siegesmund, zwei Spieler in der Offensive hervor. Während Fuhlrott in sieben Partien bislang 49 Mal (17 Siebenmeter) erfolgreich war – das entspricht Platz drei der ligaweiten Torschützenliste – traf Rechtshänder Siegesmund bisher 37 Mal (2 Siebenmeter) ins Schwarze.

Die deutliche Niederlage blieb nicht ohne Folgen. Unter der Woche legte Trainer Marc Siegmund sein Amt nieder, um nach dem enttäuschenden Saisonstart den Weg für neue Impulse freizumachen. Siegmund hatte den Verein unter anderem zurück in die viertklassige Regionalliga geführt. Bis auf Weiteres übernehmen Mats Schmidt, bislang Trainer der zweiten Herrenmannschaft, und Teammanager Robert Drechsler gemeinsam die Verantwortung.

Damit erwartet den ATSV am Sonntag ein schwer einzuschätzender Gegner. Zwar hat sich das Habenhauser Trainerteam anhand von Videoanalysen intensiv mit den bisherigen Abläufen und Spielweisen der Hamelner beschäftigt, doch welche Veränderungen das neue Trainerduo kurzfristig vornehmen wird, bleibt abzuwarten. Gerade nach einem Trainerwechsel ist mit einer Mannschaft zu rechnen, die sich neu präsentieren und zusätzliche Kräfte mobilisieren möchte.

Auf Habenhauser Seite ist die Zielsetzung dennoch klar. Nach dem jüngsten 27:26-Erfolg bei der HSG Schaumburg, mit dem der erste Auswärtssieg der Saison gelang, steht der ATSV aktuell bei 8:6 Punkten. Ein weiterer Erfolg würde das Punktekonto auf 10:6 verbessern und den Anschluss an die obere Tabellenregion festigen. Da am Wochenende gleich vier der fünf bestplatzierten Mannschaften in direkten Duellen aufeinandertreffen, bietet sich zudem die Gelegenheit, den Abstand zur Spitzengruppe zu verkürzen.

Personell stellt sich die Situation beim ATSV etwas entspannter dar als zuletzt. Kreisläufer Dante Louwers wird aufgrund seiner Verletzung weiterhin nicht zur Verfügung stehen. Dafür steht Abwehrspezialist Björn Wähmann vor seinem Comeback und könnte der Defensive zusätzliche Stabilität verleihen. Darüber hinaus ist damit zu rechnen, dass erneut Spieler aus der eigenen A-Jugend den Kader verstärken und weitere Erfahrungen im Herrenbereich sammeln können.

Ein wichtiger Faktor soll auch die Unterstützung von den Rängen werden. In den bisherigen drei Heimspielen gegen den TvdH Oldenburg, die HSG Rhumetal und den TV Cloppenburg behielt Habenhausen jeweils die Oberhand. Diese Serie möchte die Mannschaft am Sonntag fortsetzen und hofft dabei auf zahlreiche Zuschauer in der Hinni-Schwenker-Halle.

Trotz der bisherigen Ergebnisse des VfL und der unterschiedlichen Ausgangslage in der Tabelle wird der ATSV den Gegner nicht unterschätzen dürfen. Entscheidend wird sein, von Beginn an konzentriert aufzutreten, die eigenen Chancen konsequent zu nutzen und sich auf mögliche taktische Veränderungen der Gäste einzustellen.

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