Zweiter Saisonsieg mit fadem Beigeschmack

Der ATSV Habenhausen hat am dritten Spieltag der Solarservice Norddeutschland Regionalliga den zweiten Saisonsieg eingefahren. Gegen die HSG Rhumetal setzte sich die Mannschaft in der Hinni-Schwenker-Halle mit 34:25 (17:10) durch und zeigte dabei über weite Strecken ein anderes Gesicht als noch beim Auswärtsspiel in Himmelsthür. Nach dem ersten Erfolg zum Saisonauftakt war der Sieg vor allem mit Blick auf das Selbstvertrauen wichtig.

Zu Beginn tat sich der ATSV noch schwer, in den Rhythmus zu finden. Rhumetal hielt die Partie zunächst offen und lag nach gut zehn Minuten mit 3:2 vorne. Erst im weiteren Verlauf wurde das Spiel der Gastgeber strukturierter. Aus einem 7:7 in der 17. Minute machte Habenhausen bis zur Halbzeit eine 17:10-Führung. Die Defensive wurde zunehmend stabiler und gab der Mannschaft damit auch im Angriff mehr Sicherheit.

Einen Rückschlag gab es allerdings bereits in der 25. Minute. Louis Beyer wurde bei einem Tempogegenstoß von Rhumetals Robin Großkopf unglücklich von den Beinen geholt und konnte im Anschluss nicht mehr weiterspielen. Großkopf sah für die Aktion die Rote Karte. Weitaus schwerer wiegt aus ATSV-Sicht jedoch die Verletzung des eigenen Kapitäns. Weitere Untersuchungen bei Mannschaftsarzt Dr. Matthias Muschol sollen in den kommenden Tagen Aufschluss darüber geben, wie schwer die Verletzung ist und ob Beyer länger ausfallen wird.

Davon unbeeindruckt fand der ATSV zunehmend besser ins Spiel und setzte sich Schritt für Schritt ab. Mehrere Ballgewinne und eine stabiler werdende Abwehrarbeit führten zu Möglichkeiten im Gegenstoß, die genutzt wurden. Rhumetal konnte den Rückstand nach dem Seitenwechsel noch einmal etwas verkürzen, ohne den ATSV allerdings ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Beim 25:15 nach 43 Minuten lag Habenhausen erstmals mit zehn Toren vorne.

Auch im Angriff zeigte sich im Vergleich zur Vorwoche eine leichte Verbesserung. Die Mannschaft kam häufiger in gute Abschlusspositionen und verteilte die Verantwortung auf mehrere Schultern. Mo Sibahi war mit sechs Treffern erfolgreichster ATSV-Torschütze, Luc Schluroff kam auf fünf Tore, Fynn Schluroff und Jovan Danevski erzielten jeweils vier Treffer. Für zusätzliche Optionen im Rückraum sorgte die Rückkehr von Paul Bonnet, der sich nach seiner Pause direkt wieder einfügte und vier Tore beisteuerte.

In den letzten Minuten konnte Rhumetal den Rückstand noch etwas verkürzen, ohne den Ausgang der Partie noch einmal in Frage zu stellen. Am Ende stand ein 34:25 auf der Anzeigetafel. Für den ATSV war es damit der zweite Saisonsieg und die gewünschte Reaktion auf die Niederlage in Himmelsthür – allerdings mit einem faden Beigeschmack.

Nach drei Spieltagen stehen damit zwei Siege und eine Niederlage zu Buche. Die Partie gegen Rhumetal hat gezeigt, dass sich die Mannschaft nach und nach besser findet und auch nach dem schwierigen Start in die Partie die nötige Stabilität entwickeln konnte. Nun bleibt vor allem abzuwarten, wie schwer die Verletzung von Louis Beyer tatsächlich ist.

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