Einbruch in der Schlussphase kostet mögliche Punkte

Der ATSV Habenhausen muss sich am vierten Spieltag der Solarservice Norddeutschland Regionalliga beim MTV Vorsfelde mit 27:35 geschlagen geben. Das deutliche Endergebnis erzählt dabei nur einen Teil der Geschichte. Bis weit in die Schlussphase hinein war die Partie offen, ehe Habenhausen in den letzten Minuten den Zugriff verlor und die Gastgeber das Ergebnis noch deutlich in die Höhe schrauben konnten.

Der Start in die Begegnung verlief zunächst nicht nach Plan. Vorsfelde fand schneller ins Spiel und setzte sich früh ab. Habenhausen ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen und reagierte auch taktisch. Im Angriff stellte die Mannschaft auf zwei Kreisläufer um, defensiv sorgte eine offensivere 4:2-Formation für neue Impulse. Die Veränderungen zeigten Wirkung: Der ATSV arbeitete sich zurück und drehte die Partie. Nach einem zwischenzeitlichen 2:6-Rückstand führte Habenhausen in der 22. Minute mit 13:11.

Bis zum Seitenwechsel bekamen die Gastgeber wieder Oberwasser. Vorsfelde nutzte seine Möglichkeiten konsequenter und machte aus dem Rückstand noch eine 16:14-Halbzeitführung. Damit ging es für den ATSV trotz einer zwischenzeitlich guten Phase mit einem Rückstand in die Kabine.

Nach Wiederanpfiff ähnelte der Spielverlauf zunächst dem ersten Durchgang. Vorsfelde setzte sich auf drei bis vier Tore ab, doch Habenhausen kämpfte sich Schritt für Schritt zurück. In der 41. Minute gelang es dem ATSV schließlich, die Partie beim 22:21 zu drehen.

Kurz darauf musste Habenhausen einen weiteren Rückschlag verkraften. Torhüter Finn-Luca Schwagereit sah die Rote Karte, nachdem er beim Herauslaufen einen Gegenspieler unglücklich erwischt hatte. Davon unbeeinflusst blieb die Partie eng. Beide Mannschaften lieferten sich bis in die Schlussphase hinein ein ausgeglichenes Spiel. Beim Stand von 26:27 in der 51. Minute betrug der Habenhauser Rückstand lediglich einen Treffer – die Möglichkeit, aus Vorsfelde etwas Zählbares mitzunehmen, war weiterhin vorhanden.

In den verbleibenden Minuten verlor der ATSV zunehmend die Ruhe. Die Mannschaft wurde nervöser, der Zugriff auf die Partie ging verloren und Vorsfelde nutzte diese Phase konsequent. Getragen vom eigenen Publikum setzten sich die Gastgeber innerhalb weniger Minuten entscheidend ab. Habenhausen fand keine Antwort mehr und musste mit ansehen, wie aus einer bis dahin engen Begegnung letztlich eine deutliche 27:35-Niederlage wurde.

Gerade mit Blick auf die angespannte Personalsituation zeigte der ATSV über weite Strecken, dass er auch bei einem ambitionierten Gegner wie Vorsfelde mithalten kann. Mehrfach gelang es, Rückstände aufzuholen und die Partie zwischenzeitlich zu drehen. Erfolgreichste Habenhauser Torschützen waren Mo Sibahi mit sieben Treffern sowie Philipp Holst und Luc Schluroff mit jeweils fünf Toren. Umso ärgerlicher ist aus Habenhauser Sicht, dass sich die Mannschaft in der Schlussphase selbst um die Möglichkeit brachte, das Spiel bis zum Ende offen zu gestalten.

Entsprechend fällt auch die sportliche Einschätzung aus: „Über weite Strecken haben wir ein ordentliches Auswärtsspiel gemacht und uns trotz schwieriger Phasen immer wieder zurückgekämpft. In der Schlussphase verlieren wir dann aus für uns unerklärlichen Gründen komplett den Faden. Dadurch fällt das Ergebnis am Ende sicherlich einige Tore zu hoch aus und spiegelt den tatsächlichen Spielverlauf nicht wider. Wir werden jetzt genau analysieren, was dazu geführt hat, dass wir uns selbst um die Chance auf Punkte gebracht haben. Beim kommenden Auswärtsspiel in Bissendorf wollen wir es besser machen.“

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