Im vorletzten Heimspiel soll der Klassenerhalt perfekt gemacht werden
Der eigene Auswärtssieg in Söhre hat dem ATSV den ersten Matchball gesichert. Um nicht auf die Ergebnisse der Konkurrenz auf den Plätzen unterhalb angewiesen zu sein, reicht den Habenhausern aus den verbleibenden fünf Spielen ein Zähler, um den Klassenerhalt perfekt zu machen.
„Wir sind stolz und froh, dass wir jetzt die Chance haben, es endgültig perfekt zu machen.“, sagt Habenhausens Trainer Matthias Ruckh erwartungsfroh und verweist damit indirekt auf das anstehende Heimspiel seiner Mannschaft gegen den VfL Eintracht Hagen II. Gegen den Mitaufsteiger reicht dem ATSV ein Zähler, um letzte Zweifel am Klassenerhalt bereits fünf Spieltage vor dem Saisonende beiseitezuwischen. „Ganz klar“, sagt Ruckh, nicht ganz ernstgemeint, „Ich werde den Jungs sagen, dass wir vom Anpfiff weg auf Unentschieden gehen.“. Was er wirklich meint: „Spaß beiseite, die Jungs sind heiß und wollen sich mit einem Sieg gegen Hagen endlich belohnen.“. Doch einfach werde das nicht, mahnt der Übungsleiter. Schließlich komme der kommende Gegner mit zwei Siegen in Folge im Gepäck angereist. Einem 27:23-Auswärtserfolg über den TV Bissendorf-Holte und einem 37:26-Heimsieg gegen den GSV Eintracht Baunatal. „Die Jungs haben Selbstbewusstsein.“, sagt er, fügt jedoch umgehend an: „Doch das betrifft uns zum Glück genauso.“.
Wie nahezu alle Zweitmannschaften von höherklassigen Profivereinen hat auch der kommende Gast ein Stück weit das Image einer Wundertüte. „Sie haben den Vorteil, dass sie junge Spieler zwischen erster und zweiter Mannschaft, aber auch der A-Jugend, tauschen können.“, so Ruckh zum Kader des VfL. Aus diesem Grund kommen die Leistungsträger der Drittligamannschaft auch vermehrt eine Liga höher, in der Hagener Zweitligamannschaft, zum Einsatz. Ruckh: „Zutreffen tut dies insbesondere auf Linkshänder Luca Richter.“. Der Halbrechte, der in der 2. Bundesliga auf Rechtsaußen Spielanteile sammelt, ist der beste Torschützte seiner Mannschaft. Mit 168 Toren steht er auf dem zweiten Platz der Torschützenliste in der 3. Liga Nord-West. Doch auch im Rest des Kaders von Trainer Valentin Schmidt sieht Habenhausens Trainer „viele junge, dynamische Spieler, die allesamt sehr gut ausgebildet wurden.“. Mit 18:34 Punkten auf dem 13. Tabellenplatz liegend, befindet sich der VfL noch mittendrin im Kampf um den Klassenerhalt.
Im Vergleich zum Auswärtscoup in Söhre hat sich beim ATSV aus personeller Hinsicht nichts verändert. Es fehlen lediglich die Langzeitverletzten. Angesprochen auf die tabellarischen Möglichkeiten und Rechenspiele des Abstiegskampfes, entgegnet Ruckh: „Damit beschäftigen wir uns nicht. Wir sind in der Situation, in der wir nur auf uns gucken können. Dementsprechend wollen und werden wir gegen Hagen absolut konzentriert und zielstrebig zu Werke gehen. Jedem ist die Bedeutung dieses Spieles bewusst, daher ist die Vorfreude auf das vorletzte Heimspiel enorm spürbar.“. Unterstützung erhält er von Malte Rodiek aus dem Teammanagement der Mannschaft. „Wir setzen auf die blau-weiße Unterstützung unserer Fans und hoffen, trotz des parallel stattfindenden Heimspiels von Fußballbundesligist Werder Bremen, auf eine volle Hinni-Schwenker-Halle.“. Wie gewohnt wird es, auch aus diesem Grund, am Samstagabend wieder Cocktails vor der Halle zu verzehren geben. Angepfiffen wird die Partie des 26. Spieltags am Samstagabend um 19:30 Uhr in der Hinni-Schwenker-Halle von den beiden Unparteiischen Steffen Bahr aus Plön und Julius Buldmann aus Weddingstedt.