Deutlicher Auswärtssieg sichert Qualifikation für Regionalliga

Gegen Schlusslicht OHV Aurich II überzeugt der ATSV Habenhausen in der Offensive, findet in der Defensive nicht den gewünschten Zugriff, erreicht aber dennoch sein primäres Saisonziel.

„Ich bin froh, dass wir diesen ersten Meilenstein in unserer bisher sehr überzeugenden Saison erreicht haben.“, zeigte sich ATSV-Trainer Matthias Ruckh nach Abpfiff des Auswärtsspiels seiner Mannschaft gegen den Tabellenletzten OHV Aurich II sichtlich erleichtert über die geglückte Qualifikation für die neu geschaffene Regionalliga 2024/25. Der Übungsleiter rechnet nicht damit, dass seine Spieler jetzt in den Ruhemodus schalten. „Dafür sorgt allein der Blick auf die Tabelle.“, erklärt er und fügt schmunzelnd hinzu: „Wer jetzt nicht 110% Bock auf den Saisonendspurt hat, dem kann ich auch nicht helfen.“. Was er meint: Sieben Spieltage vor Saisonende belegt der ATSV den ersten Tabellenplatz der Oberliga Nordsee, hat zwei Punkte Vorsprung auf Verfolger TV Cloppenburg, den direkten Vergleich gewonnen und das deutlich bessere Torverhältnis. „Den Platz wollen wir definitiv nicht mehr hergeben.“, pflichtet ihm Co-Trainer Sebastian Heller bei.

Der jüngste Auswärtsauftritt stellte den neuen und alten Spitzenreiter vor keine großen Probleme. Gegen die Zweitvertretung des Drittligisten OHV Aurich glückte ein deutlicher 43:29 (17:13) Auswärtssieg. Entgegen den beiden Auftritten gegen Cloppenburg und Schiffdorf zuvor kam der ATSV in Aurich gut aus den Startlöchern und konnte früh mit 3:0 in Führung gehen (5. Minute). Wer auf einen kampflosen Durchmarsch gehofft hatte, sah sich getäuscht. Die Gastgeber fanden ihrerseits ins Spiel und blieben bis zum 9:9 in der 16. Spielminute auf Augenhöhe. „In dieser Phase war ich nicht ganz zufrieden mit unserem Zugriff in der Abwehr.“, erklärt Ruckh und sah auch im Torwartspiel einen Faktor für die offene Anfangsphase: „In der ersten Halbzeit haben unsere Keeper zu wenig Hände an den Ball bekommen.“.

Dennoch gelang es, bis zum Halbzeitpfiff eine Vier-Tore-Führung herauszuwerfen. Linkshänder Louis Beyer, mit neun Toren erneut bester Torschütze seiner Mannschaft, erzielte das 17:13 aus ATSV-Sicht. Seine Mannschaft kam nach Wiederanpfiff besser aus der Kabine und fand schnell den von Trainer Ruckh gewünschten Zugriff in der Abwehr. Rechtsaußen Jonas Millahn traf keine zehn Minuten nach dem Seitenwechsel zum 26:16 und erzielte damit die erste Zehn-Tore-Führung. Ohne nennenswerte Situationen ging die Partie zu Ende. Der ATSV stand hinten deutlich sicherer als im ersten Durchgang und spielte seine konditionellen Vorteile konsequent aus. Mit Blick auf das Endresultat waren Ruckh die 29 Gegentore dennoch eine Portion zu viel. „Mit mehr Entschlossenheit hätte das Ergebnis noch höher ausfallen können.“, doch mehr Salz in der Suppe wollte er nicht suchen und verteilte stattdessen zwei Sonderlobe an seine Spieler: „Tim Brauner hat heute sowohl im Angriff als auch in der Abwehr einen tadellosen Job abgeliefert und besonders freut es mich auch für Luis Varela, dass er sich mit vier Toren für seine guten Trainingsleistungen belohnen konnte.“.

Sein Blick galt nach dem Schlusspfiff dem kommenden Gegner SV Beckdorf. „Das ist eine starke junge Mannschaft. Sie stehen zurecht auf dem fünften Platz der Tabelle.“, zeigte er sich durchaus angetan vom bisherigen Beckdorfer Saisonverlauf. „Dennoch fahren wir auch dort hin, um zu gewinnen.“, schob er die Marschrichtung unmissverständlich hinterher. Die Partie in der Beckdorfer Halle wird am Samstag, den 16.03.2024 , um 19:00 Uhr angepfiffen. Das Hinspiel konnte der ATSV Ende Oktober des letzten Jahres deutlich mit 30:20 für sich entscheiden.

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Foto: Nils Conrad
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