25:31 in Himmelsthür: Erste Niederlage der Saison
Der ATSV Habenhausen muss am zweiten Spieltag der Solarservice Regionalliga Norddeutschland die erste Niederlage hinnehmen. Beim TuS GW Himmelsthür unterlag die Mannschaft am Samstagabend mit 25:31 (10:15). Der Sieg der Gastgeber geht dabei absolut in Ordnung. Über 60 Minuten fand der ATSV keinen wirklichen Zugriff auf die Partie und konnte dabei in allen Mannschaftsteilen nicht an die Leistung aus dem erfolgreichen Saisonauftakt gegen den TvdH Oldenburg anknüpfen.
Dabei begann die Begegnung zunächst ausgeglichen. Nach der ersten Führung für den ATSV entwickelte sich eine offene Anfangsphase, in der sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Habenhausen glich mehrfach aus und hielt bis zum 9:9 den Kontakt. Anschließend nutzte Himmelsthür einige Unkonzentriertheiten des ATSV und setzte sich bis zur Pause auf 15:10 ab.
Auch nach dem Seitenwechsel gelang es dem ATSV zunächst nicht, die Partie zu drehen. Himmelsthür behauptete seinen Vorsprung und lag zwischenzeitlich mit sechs Toren vorne. Zwar kämpfte sich Habenhausen noch einmal heran und verkürzte im Verlauf der zweiten Halbzeit auf 23:19. In dieser Phase bestand noch einmal die Möglichkeit, das Spiel enger zu gestalten. Doch die nötige Konsequenz fehlte, sodass die Gastgeber anschließend wieder davonziehen konnten und am Ende mit 31:25 gewannen.
Vor allem in der Defensive fand der ATSV über die gesamte Spielzeit nicht die notwendige Stabilität. Zuordnungen stimmten nicht zuverlässig, Absprachen fehlten und Himmelsthür bekam dadurch immer wieder gute Möglichkeiten. Hinzu kam die offensive Ausrichtung der Gastgeber mit dem konsequent eingesetzten siebten Feldspieler, auf die der ATSV nur selten die richtigen Antworten fand.
Insgesamt war die Leistung des ATSV an diesem Abend in allen Mannschaftsteilen zu schwach. Es fehlte an der nötigen Konsequenz, Konzentration und Durchschlagskraft, um Himmelsthür über 60 Minuten vor ausreichend große Probleme zu stellen. Zu viele Fehler verhinderten, dass die Mannschaft ihr eigenes Spiel aufziehen konnte und eröffneten den Gastgebern immer wieder Möglichkeiten. Gerade in der Regionalliga werden solche Phasen konsequent bestraft.
Besonders deutlich zeigte sich das im Angriff. Zu viele freie Würfe wurden nicht im Tor untergebracht, dazu kamen Unkonzentriertheiten und Undiszipliniertheiten, die den ATSV immer wieder um gute Möglichkeiten brachten. Wie groß die Probleme waren, zeigt auch der Blick auf die Siebenmeterstatistik: In den ersten beiden Saisonspielen bekam der ATSV insgesamt zwölf Strafwürfe zugesprochen, davon fanden jedoch nur sechs den Weg ins Tor. Eine Quote von 50 Prozent ist deutlich zu wenig und kostet in engen Spielen wichtige Tore.
Damit nimmt der ATSV keine Punkte aus Himmelsthür mit nach Bremen. Die Niederlage bietet allerdings auch eine klare Standortbestimmung nach den ersten beiden Spieltagen. Die Mannschaft hat gesehen, dass in der Regionalliga bereits kleine Nachlässigkeiten bestraft werden und eine hohe Konsequenz über die gesamte Spielzeit notwendig ist. Nach dem erfolgreichen Auftakt wartet damit nun die Aufgabe, die richtigen Schlüsse aus dem ersten Auswärtsspiel zu ziehen und in den kommenden Partien wieder ein anderes Gesicht zu zeigen.















