Erfolgreicher Start in den Neuanfang: ATSV schlägt Oldenburg
Der erste Schritt in den Neustart ist gemacht: Der ATSV Habenhausen gewinnt sein erstes Saisonspiel in der Solarservice Norddeutschland Regionalliga gegen den TvdH Oldenburg mit 24:22. Vor einer stimmungsvollen Kulisse in der Hinni-Schwenker-Halle setzte sich die neu formierte Mannschaft gegen einen ambitionierten und eingespielten Gegner durch. Der Auftaktsieg ist damit zugleich die Belohnung für eine lange und intensive Vorbereitung.
Dabei war der Auftritt des ATSV keineswegs eine Glanzleistung – und das war unter den Voraussetzungen auch nicht unbedingt zu erwarten. Der Kader ist erst spät zusammengekommen, einige Spieler standen am Samstagabend erstmals gemeinsam auf der Platte. Entsprechend fehlten an vielen Stellen noch Abstimmungen und Automatismen. Hinzu kam, dass mit Björn Wähmann und Paul Bonnet zwei Spieler fehlten, die insbesondere im Innenblock für Stabilität sorgen können.
Trotz dieser fehlenden Eingespieltheit ließ sich Habenhausen davon nicht aus der Ruhe bringen. Oldenburg präsentierte sich körperlich robust, gut organisiert und insbesondere in der Defensive unangenehm zu bespielen. Der ATSV blieb geduldig, hielt den Kontakt und sorgte dafür, dass die Partie über weite Strecken offen blieb. Auch als der Gegner zwischenzeitlich die Kontrolle zu übernehmen schien, fand die Mannschaft immer wieder zurück ins Spiel.
Nach einem 10:12-Rückstand zur Pause lag Oldenburg kurz nach dem Seitenwechsel sogar mit 15:12 vorne. Doch der ATSV kämpfte sich zurück: Louis Beyer erzielte in der 41. Minute den Ausgleich zum 15:15, wenig später brachte er seine Mannschaft per Siebenmeter erstmals seit der Anfangsphase wieder in Führung. Von da an entwickelte sich eine umkämpfte Schlussphase, in der beide Mannschaften um jeden Ball rangen.
Zehn Minuten vor dem Ende führte Oldenburg noch mit 20:18. Dann übernahmen die Habenhauser Verantwortung: Neuzugang Jovan Danevski und Rückkehrer Mo Sibahi sorgten für den erneuten Ausgleich, Luc Schluroff brachte den ATSV mit 22:21 wieder nach vorne. Oldenburg glich noch einmal aus, ehe Danevski in der 58. Minute zum 23:22 traf. Anschließend bekam auch Torhüter Finn-Luca Schwagereit seinen großen Auftritt. Mit einigen wichtigen Paraden in der Schlussphase hielt er den Vorsprung fest und gab seiner Mannschaft damit die nötige Sicherheit für die letzten Angriffe. 51 Sekunden vor dem Ende sorgte Luc Schluroff schließlich mit dem 24:22 für die Entscheidung.
Damit gewinnt der ATSV ein Spiel, in dem längst nicht alles funktioniert hat. Entscheidend war vielmehr, dass die Mannschaft auch ohne eingespielte Abläufe über 60 Minuten zusammenblieb und in den entscheidenden Momenten Lösungen fand. Gegen einen Gegner, der in der vergangenen Saison den vierten Tabellenplatz belegte und perspektivisch den Blick in Richtung 3. Liga richtet, ist das ein Auftakt, auf dem sich aufbauen lässt.
Einen wichtigen Anteil daran hatte auch die Unterstützung von den Rängen. Die Hinni-Schwenker-Halle stand insbesondere in der Schlussphase hinter der Mannschaft und trug dazu bei, dass der ATSV die entscheidenden Situationen für sich entscheiden konnte. „Vielen Dank an alle Zuschauer, die uns über 60 Minuten gepusht und uns gerade in den entscheidenden Momenten getragen haben. Diese Unterstützung war für uns unglaublich wichtig und hat gezeigt, was diese Halle ausmachen kann“, bedankt sich die Mannschaft bei den Fans.















